

Drama
von Max Halbe
Inszenierung
Josef Lang
Festaufführung
50 Jahre
Junge Bühne
Auersmacher
weitere Termine
12.05.2012
13.05.2012
Beginn
19.30 Uhr
„Es ist alles ganz eitel, spricht der Prediger,es ist alles ganz eitel. Was hat der Mensch für Gewinn von all seiner Mühe, die er hat unter der Sonne? Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt, die Erde aber bleibt ewiglich.“Diesen Spruch aus dem Alten Testament hören wir gleich zu Beginn des Familiendramas,das Max Halbe (* 1865, † 1944)1903 geschrieben hat. Uraufführung war am 19.10.1903 im Hofburgtheater in Wien. Im Hintergrund des Stücks steht das drohende Hochwasser des Stroms (Weichsel), der den Besitz der Bauernfamilie Doornschon einmal überflutet hat. Herr auf dem Hof und gleichzeitig Deichgraf ist Peter Doorn, der den Hof nach dem Unglück mit eiserner Faust wieder auf Vordermann gebracht hat. Nach dem Tod seiner beiden Kinder besteht seine Ehe mit Renate nur noch auf dem Papier. Der jüngste Bruder Jakob muss sein Leben als Schweinehirt fristen. Als der zweite Bruder Heinrich, der als Wasserbauingenieur Karriere gemacht hat, nach Hause zurückkehrt, um den Strom zu regulieren,nimmt das Unglück seinen Lauf.Hochwasserkatastrophe, Erbschleicherei,tragische Liebe und Hass: „Der Strom“ ist für jedes Publikum ein Genuss.